Sonne und Mond vom 12. Februar 2017

Sonne vom 12.02.2017. (astropage.eu)
Sonne vom 12.02.2017. (astropage.eu)

Der vergangene Sonntag machte seinem Namen ausnahmsweise mal Ehre und erlaubte erst mittags eine Sonnenbeobachtung und abends sogar eine Mondbeobachtung bei klarem Himmel. Für beide Beobachtungen wurde das kleine Maksutov-Teleskop mit 90 Millimetern Öffnung und 1.250 Millimetern Brennweite verwendet, das sich schon oft bewährt hat. Alle Bilder basieren auf Videos mit jeweils ungefähr 2.000 Frames, die per Software verarbeitet wurden, um einen der limitierenden Faktoren, die Luftunruhe, möglichst gut zu reduzieren.

Gerade bei Beobachtungen mit hohen Brennweiten erweist sich die unruhige Luft als Störfaktor Nummer 1, weil die Störungen selbst auch entsprechend groß abgebildet werden. Einerseits fällt dadurch das Fokussieren schwerer, andererseits wird auch die Bildqualität an sich gemindert. Dem Beobachter bleiben dann zwei Möglichkeiten: Entweder er hofft auf kurze Phasen mit weniger turbulenter Luft, oder er greift auf eine geringere Vergrößerung (beziehungsweise eine kleinere Brennweite) zurück, bei der sich die Turbulenzen nicht so stark auswirken.

Die Sonne

Bei den Beobachtungen am vergangenen Sonntag war die Luftunruhe zwar nicht optimal (was sie ohnehin nur ganz selten ist), aber immerhin akzeptabel. Das Bild, hier auf Flickr, zeigt die aktuell größte Fleckengruppe auf der Sonne. Der größte Fleck links hatte zu dem Zeitpunkt ungefähr die Größe der Erde. Die Flecken sind allerdings nicht wirklich dunkel oder gar schwarz. Sie erscheinen nur wesentlich dunkler als ihre Umgebung, weil sie im Verhältnis gesehen viel weniger sichtbares Licht abgeben. Absolut betrachtet, wären auch die Flecken noch gleißend hell und ohne entsprechende Schutzmaßnahmen wie Sonnenfilter nicht zu beobachten.

Sonne vom 12.02.2017. (astropage.eu)
Sonne vom 12.02.2017. (astropage.eu)

Oben: Dieses Bild wurde mit etwas höherer Auflösung aufgenommen, deswegen ist hier zusätzlich noch der Sonnenrand erkennbar. Alle anderen Einstellungen waren identisch mit dem vorherigen Bild. Zum Bild auf Flickr.

 

Der Mond

Abends erlaubte der Himmel einen schönen Blick auf den Mond. In der Nähe seiner Tag-Nacht-Grenze, am sogenannten Terminator, konnte man einige schöne Licht- und Schattenspiele verfolgen. So ist hier links das Mare Crisium zu sehen, eine von basaltischer, erstarrter Lava überzogene Ebene mit einer Größe von etwa 620 Kilometern mal 570 Kilometern. Der auffällige Krater ein Stück rechts von der Bildmitte ist Langrenus mit rund 133 Kilometern Durchmesser. Südlich von ihm befindet sich das Mare Fecunditatis. Ganz rechts am Bildrand ist der 177 Kilometer große Krater Petavius mit seinem 1,7 Kilometer hohen Zentralberg zu sehen. Zum Bild auf Flickr.

Mond vom 12.02.2017. (astropage.eu)
Mond vom 12.02.2017. (astropage.eu)

Unten: Auch auf diesem Bild ist das Mare Crisium die dominierende Oberflächenstruktur. Am linken Bildrand liegt der mit 96 Kilometern Durchmesser ebenfalls recht beachtliche Krater Posidonius. Östlich von Posidonius ist das Bergmassiv der Montes Taurus zu erkennen. Zum Bild auf Flickr.

Mond vom 12.02.2017. (astropage.eu)
Mond vom 12.02.2017. (astropage.eu)

(THK)

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