Dawn-Bildsequenz zeigt den Zwergplaneten Ceres in Opposition

Der Zwergplanet Ceres mit den hellen Gebieten im Krater Occator, aufgenommen von der Raumsonde Dawn. (Credits: NASA / JPL-Caltech / UCLA / MPS / DLR / IDA)
Der Zwergplanet Ceres mit den hellen Gebieten im Krater Occator, aufgenommen von der Raumsonde Dawn. (Credits: NASA / JPL-Caltech / UCLA / MPS / DLR / IDA)

Die NASA-Raumsonde Dawn hat am 29. April 2017 erfolgreich den Zwergplaneten Ceres in Opposition zur Sonne beobachtet. Dabei befand sich die Raumsonde exakt in einer Position zwischen der Sonne und der Oberfläche von Ceres. Die Missionsspezialisten hatten Dawn vorsichtig in eine spezielle Umlaufbahn manövriert, so dass die Raumsonde den Krater Occator aus dieser neuen Perspektive beobachten konnte, der die hellsten Gebiete auf Ceres enthält.

Eine neue Bildsequenz zeigt diese Bilder der Oppositionsstellung mit erhöhtem Kontrast, um die Helligkeitsunterschiede hervorzuheben. Die hellen Flecken im Krater Occator heben sich besonders gut von der ansonsten relativ strukturlosen Oberfläche ab. Dawn machte diese Bilder aus einer Entfernung von etwa 12.000 Meilen (circa 20.000 Kilometer).

Basierend auf Daten von bodengestützten Teleskopen und Raumsonden, die zuvor schon planetare Himmelskörper in Oppositionsstellung beobachtet hatten, sagten Wissenschaftler korrekterweise voraus, dass Ceres aus dieser Perspektive heraus heller erscheinen würde. Dieser Helligkeitsanstieg liefert Informationen über die Größen der Staubkörnchen auf der Oberfläche und über die Porosität dieses Materials. Die wissenschaftliche Motivation hinter der Durchführung solcher Beobachtungen wird in der März-Ausgabe des Dawn Journal Blog genauer erklärt.

Dawns mehr als zwei Jahre andauernden Beobachtungen von Ceres umfassen ein breiteres Spektrum an Betrachtungswinkeln als bei fast allen anderen Himmelskörpern im Sonnensystem. Das gibt Wissenschaftlern eine Möglichkeit, neue Einblicke in die Oberflächeneigenschaften zu gewinnen. Momentan analysieren sie die neuen Daten.

Die neuen Beobachtungen und Bilder blieben durch die Fehlfunktion des dritten Reaktionsrades von Dawn weitgehend unbeeinträchtigt. Die Raumsonde funktioniert und orientiert sich mithilfe ihrer Hydrazindüsen.

Diese Bildsequenz machte Dawn aus einer Position genau zwischen Ceres und der Sonne. (Credits: NASA / JPL-Caltech / UCLA / MPS / DLR / IDA)
Diese Bildsequenz machte Dawn aus einer Position genau zwischen Ceres und der Sonne. (Credits: NASA / JPL-Caltech / UCLA / MPS / DLR / IDA)

Dawns Mission wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) für das Science Mission Directorate der NASA in Washington betrieben. Dawn ist ein Projekt des Discovery Program, das vom Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville (Alabama) geleitet wird. Die University of California in Los Angeles (UCLA) ist verantwortlich für die wissenschaftlichen Belange der Dawn-Mission. Orbital ATK, Inc. in Dulles (Virginia) entwickelte und konstruierte die Raumsonde. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, die Italian Space Agency und das Italian National Astrophysical Institute sind internationale Partner des Missionsteams.

Quelle

(THK)

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