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Astropage.eu | Datum: 23.06.2011 - 00:22 | Fehler melden
Tags: Wolkenformation, Wind, Atmosphäre, Morning Glory, Luftdruck
Kategorien: Geowissenschaften, Klima Eigener Content

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"Morning Glory"-Wolke über den Großen Seen in den USA und Kanada



Morning Glory Wolke über Scarborough (Ontario, Kanada) (Jim Bartlett)
Credit: Morning Glory Wolke über Scarborough (Ontario, Kanada) (Jim Bartlett)

Im Gebiet der Großen Seen ("Great Lakes") der USA beziehungsweise Kanada kam es vor einigen Tagen zu einem seltenen Naturschauspiel am Himmel. Eine besonders eindrucksvolle Wolkenformation wälzte sich in geringer Höhe durch die Luft.

Dabei handelte es sich um eine so genannte "Morning Glory"-Wolke, die nur unter ganz speziellen Wetterbedingungen entstehen kann. Das Phänomen kann mehrere Hundert Kilometer lang werden und eine Dicke (Höhe der Wolkenfront) von bis zu zwei Kilometern erreichen. Es entsteht wenn starke Winde aufeinander prallen und dabei Luftmassen von Gebieten mit höherem Luftdruck in ein Gebiet mit niedrigerem Luftdruck transportiert werden. Dieses als "Konvergenz" bezeichnete Wetterphänomen bewegt sich schließlich in Form einer Art Welle durch die Luft. An der Frontseite der Wolkenformation reißen starke Aufwinde die Teilchen mit sich, während sie an der hinteren Seite wieder abrupt abfallen. Dadurch entsteht die charakteristische Rollbewegung des Phänomens, die man als Beobachter wahrnimmt. Mit Geschwindigkeiten bis zu 60 Kilometern pro Stunde bewegt sich die röhrenartige Morning Glory Wolke zudem verhältnismäßig schnell, was sie noch imposanter aussehen lässt.

Wann immer Fotos oder Videos dieser Wolkenformation im Internet auftauchen, dauert es nicht lange, bis Anhänger von Verschwörungstheorien die Ursache dafür in geheimnisumwitterten Militärprojekten wie HAARP zu erkennen glauben. Die Morning Glory Wolke entsteht allerdings selbstverständlich auf vollkommen natürlichem Wege, nämlich durch die oben beschriebenen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Luftmassen und Winden. Die Einzelheiten der dabei ablaufenden Prozesse können in einigen wenigen Regionen der Erde studiert werden, in denen dieses Phänomen aufgrund günstiger Wetterbedingungen zwar immer noch selten, aber doch regelmäßig auftritt. Besonders bekannt dafür ist eine Küstenregion im Norden Australiens, wo die Wolkenformation meist in der Morgendämmerung auf die Küste trifft, daher auch ihr Name "Morning Glory".

(Hinweis: Das nun folgende Video wird per Object-Tag eingebunden, was von manchen Adblockern unter Umständen verhindert werden kann. Zum Anschauen also bitte vorübergehend zulassen.)



Morning Glory Wolken über Nordaustralien (NASA)
Morning Glory Wolken über Nordaustralien (NASA)


Satellitenbild einer Morning Glory Wolke über dem Golf von Carpentaria (Nordaustralien) (NOAA / TIROS-12)
Satellitenbild einer Morning Glory Wolke über dem Golf von Carpentaria (Nordaustralien) (NOAA / TIROS-12)


(THK)



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