| Astropage.eu | Datum: 18.10.2011 - 00:02 | Fehler melden |
| Tags: Dinosaurier, Muskel, Sehne, Bewegung, Skelett |
| Kategorien: Paläontologie | Quelle |
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Ein Dinosaurier auf der Überholspur
Ein fleischfressender Dinosaurier, der in Südamerika seine pflanzenfressenden Nachbarn terrorisierte, war viel tödlicher als bislang gedacht. Das hat ein Forscher der University of Alberta (Kanada) herausgefunden.
Der Paläontologiestudent Scott Persons von der University of Alberta sagt, dass der Carnotaurus, eine sieben Meter lange Fressmaschine, einen großen Schwanzmuskel besaß, welcher ihn zu einem der schnellsten Jäger seiner Zeit machte.
Persons machte einen Ausflug zu einem Museum in Los Angeles, um eine ausgeformte Kopie eines Carnotaurus-Skeletts zu untersuchen. "Der Caudofemoralis-Musikel hatte eine Sehne, die mit den oberen Beinknochen des Dinosauriers verbunden war", sagte Persons. Die Kombination aus Muskelgröße und Sehne hätte den kräftigen Beinen von Carnotaurus eine sehr schnelle Vorwärtsbewegung ermöglicht."
In einer früheren Forschungsarbeit fand Persons eine vergleichbare Kombination aus Schwanzmuskel und Beinkraft bei dem berühmten Räuber Tyrannosaurus rex. "Bis zu dem Zeitpunkt dachten viele Dinosaurier-Forscher, dass der große Schwanz des T.rex lediglich als wippenähnliches Gegengewicht zu seinem riesigen Kopf diente", sagte Persons.
Persons Untersuchung des Carnotaurus-Schwanzes zeigte, dass lange rippenartige Knochen entlang seiner Länge einen großen Muskel unterstützt haben könnten. Persons nutzte Computersimulationen, um den Caudofemoralis-Muskel darzustellen und sagt, dass die schwere Knochenstruktur entlang des Schwanzes einen Minuspunkt hatte. "Der Schwanz war starr, was es dem Jäger erschwerte, rasche Wendungen auszuführen", sagte er.
"Man stelle sich vor, man ist ein kleiner pflanzenfressender Dinosaurier in den Auen des prähistorischen Argentinien und man hat soviel Pech, dass man von einem hungrigen Carnotaurus gejagt wird", sagte Persons. "Die beste Möglichkeit ist, viele schnelle Haken zu schlagen, weil man den Carnotaurus im Sprint nicht besiegen kann."
Die Studie zeigte auch, dass der spezialisierte Schwanz von Carnotaurus nicht über Nacht erschien. Stattdessen dokumentiert die Forschungsarbeit eine Entwicklungssequenz von Schwanzformen in kleineren und älteren Räubern Südamerikas. Persons Beobachtung fordert vorherige Theorien heraus, nach denen Carnotaurus am nächsten mit großen fleischfressenden Dinosauriern außerhalb Südamerikas verwandt war.
Carnotaurus ist aufgrund der zwei Hörner auf seiner Stirn ein unverwechselbarer fleischfressender Dinosaurier und bekommt viel Aufmerksamkeit von den Medien. "Er kam in dem Disney-Film 'Dinosaurier' vor und erscheint in der aktuellen Fernsehserie 'Terra Nova', die diesen Herbst ausgestrahlt wird", sagte Persons.
Persons veröffentlichte diese Ergebnisse mit Philip Currie, einem Professor für Paläontologie der University of Alberta, am 14. Oktober 2011 in PLoS ONE.
Der Paläontologiestudent Scott Persons von der University of Alberta sagt, dass der Carnotaurus, eine sieben Meter lange Fressmaschine, einen großen Schwanzmuskel besaß, welcher ihn zu einem der schnellsten Jäger seiner Zeit machte.
Persons machte einen Ausflug zu einem Museum in Los Angeles, um eine ausgeformte Kopie eines Carnotaurus-Skeletts zu untersuchen. "Der Caudofemoralis-Musikel hatte eine Sehne, die mit den oberen Beinknochen des Dinosauriers verbunden war", sagte Persons. Die Kombination aus Muskelgröße und Sehne hätte den kräftigen Beinen von Carnotaurus eine sehr schnelle Vorwärtsbewegung ermöglicht."
In einer früheren Forschungsarbeit fand Persons eine vergleichbare Kombination aus Schwanzmuskel und Beinkraft bei dem berühmten Räuber Tyrannosaurus rex. "Bis zu dem Zeitpunkt dachten viele Dinosaurier-Forscher, dass der große Schwanz des T.rex lediglich als wippenähnliches Gegengewicht zu seinem riesigen Kopf diente", sagte Persons.
Persons Untersuchung des Carnotaurus-Schwanzes zeigte, dass lange rippenartige Knochen entlang seiner Länge einen großen Muskel unterstützt haben könnten. Persons nutzte Computersimulationen, um den Caudofemoralis-Muskel darzustellen und sagt, dass die schwere Knochenstruktur entlang des Schwanzes einen Minuspunkt hatte. "Der Schwanz war starr, was es dem Jäger erschwerte, rasche Wendungen auszuführen", sagte er.
"Man stelle sich vor, man ist ein kleiner pflanzenfressender Dinosaurier in den Auen des prähistorischen Argentinien und man hat soviel Pech, dass man von einem hungrigen Carnotaurus gejagt wird", sagte Persons. "Die beste Möglichkeit ist, viele schnelle Haken zu schlagen, weil man den Carnotaurus im Sprint nicht besiegen kann."
Die Studie zeigte auch, dass der spezialisierte Schwanz von Carnotaurus nicht über Nacht erschien. Stattdessen dokumentiert die Forschungsarbeit eine Entwicklungssequenz von Schwanzformen in kleineren und älteren Räubern Südamerikas. Persons Beobachtung fordert vorherige Theorien heraus, nach denen Carnotaurus am nächsten mit großen fleischfressenden Dinosauriern außerhalb Südamerikas verwandt war.
Carnotaurus ist aufgrund der zwei Hörner auf seiner Stirn ein unverwechselbarer fleischfressender Dinosaurier und bekommt viel Aufmerksamkeit von den Medien. "Er kam in dem Disney-Film 'Dinosaurier' vor und erscheint in der aktuellen Fernsehserie 'Terra Nova', die diesen Herbst ausgestrahlt wird", sagte Persons.
Persons veröffentlichte diese Ergebnisse mit Philip Currie, einem Professor für Paläontologie der University of Alberta, am 14. Oktober 2011 in PLoS ONE.
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