| Astropage.eu | Datum: 19.11.2011 - 14:22 | Fehler melden |
| Tags: Fossil, Tagfalter, Strukturfarben, Licht, Tarnung |
| Kategorien: Paläontologie | Quelle |
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Yale-Forscher enthüllen die echten Farben eines urzeitlichen Tagfalters
Ein Forschungsteam unter Leitung von Wissenschaftlern der Yale University hat erstmals die ursprünglichen Farben einer urzeitlichen Motte bestimmt, basierend auf fast 50 Millionen Jahre alten Fossilien aus Deutschland.
Die Entdeckung könnte Wissenschaftlern helfen, die Farben einer Vielzahl von längst ausgestorbenen Lebewesen in Erfahrung zu bringen - darunter Vögel, Fische und andere Insekten - und sie könnte Licht auf die Funktion und Entwicklung von Farben werfen.
"Wir können ausarbeiten, wie sie aussahen und wofür sie die Farben gebraucht haben", sagte Yale-Forscherin Maria E. McNamara, die leitende Wissenschaftlerin des Projekts. Die Ergebnisse wurden am 15. November 2011 online im Journal PLoS Biology veröffentlicht.
Fossilien bewahren nur selten Hinweise auf die ursprüngliche Farbe und Wissenschaftler kennen nur die Farben von sehr wenigen urzeitlichen Lebewesen - ein Hindernis für das bessere Verständnis ihres Verhaltens und dafür, wie sie mit anderen Organismen kommunizierten.
Unter Verwendung von Elektronenmikroskopie und anderen Methoden untersuchte McNamaras interdisziplinäres Team fossilisierte Abdrücke von Tagfaltern, die vor mehr als 47 Millionen Jahren lebten. Die Fossilien wurden ursprünglich in der Ölschiefergrube Messel in der Nähe von Frankfurt/Main gefunden, einer bekannten Quelle hochqualitativer Fossilien.
Hinweise von anatomischen Einzelheiten, welche in den Abdrücken konserviert wurden, halfen dabei, die strukturellen Farben ihrer Vorderflügel einzuschätzen - ein mattes, nicht-schillerndes Gelb-Grün. An anderen Stellen war der Falter braun, blau und grün-cyan.
Strukturfarben sind die hellsten Farben in der Natur - reiner und intensiver als chemische Pigmente. Das Gewebe erzeugt strukturelle Farben durch die Streuung von Licht.
McNamara sagte, dass die Farben des urzeitlichen Tagfalters anscheinend Verteidigungszwecken gedient haben. Wenn er fraß und verwundbar gegenüber Angriffen war, warnten die Farben Räuber; wenn der Falter sich in ruhigen Habitaten befand, lieferten die Farben eine Tarnung.
"Die lebenden Mitglieder dieser Gruppe von tagaktiven Faltern besitzen oft helle Farben und dieses Fossil zeigt, dass sich die Farben vor mindestens 50 Millionen Jahren für Schutzzwecke entwickelten", sagte Co-Autor Derek E. G. Briggs, der Yale-Paläontologe, in dessen Labor die Untersuchungen durchgeführt wurden.
Andere kürzliche Forschungsarbeiten von Briggs, dem Direktor des Peabody Museum of Natural History, führten zu der ersten Vollfarben-Rekonstruktion des Federkleids eines gefiederten Dinosauriers. Weitere Forschungsarbeiten von McNamara enthüllten die Farben von urzeitlichen Käfern.
Für die Falter-Forschung umfasste McNamaras Team sowohl Paläontologen als auch Physiker. Die anderen Autoren sind Heeso Noh und Hui Cao vom Department of Applied Physics der Yale University, Patrick J. Orr von der School of Geological Sciences am University College Dublin und Sonja Wedmann vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Deutschland, das die fossilen Exemplare zur Verfügung stellte.
Die Forschung wurde durch ein Marie Curie International Mobility Stipendium des University College Dublin und die National Science Foundation unterstützt.
Die Entdeckung könnte Wissenschaftlern helfen, die Farben einer Vielzahl von längst ausgestorbenen Lebewesen in Erfahrung zu bringen - darunter Vögel, Fische und andere Insekten - und sie könnte Licht auf die Funktion und Entwicklung von Farben werfen.
"Wir können ausarbeiten, wie sie aussahen und wofür sie die Farben gebraucht haben", sagte Yale-Forscherin Maria E. McNamara, die leitende Wissenschaftlerin des Projekts. Die Ergebnisse wurden am 15. November 2011 online im Journal PLoS Biology veröffentlicht.
Fossilien bewahren nur selten Hinweise auf die ursprüngliche Farbe und Wissenschaftler kennen nur die Farben von sehr wenigen urzeitlichen Lebewesen - ein Hindernis für das bessere Verständnis ihres Verhaltens und dafür, wie sie mit anderen Organismen kommunizierten.
Unter Verwendung von Elektronenmikroskopie und anderen Methoden untersuchte McNamaras interdisziplinäres Team fossilisierte Abdrücke von Tagfaltern, die vor mehr als 47 Millionen Jahren lebten. Die Fossilien wurden ursprünglich in der Ölschiefergrube Messel in der Nähe von Frankfurt/Main gefunden, einer bekannten Quelle hochqualitativer Fossilien.
Hinweise von anatomischen Einzelheiten, welche in den Abdrücken konserviert wurden, halfen dabei, die strukturellen Farben ihrer Vorderflügel einzuschätzen - ein mattes, nicht-schillerndes Gelb-Grün. An anderen Stellen war der Falter braun, blau und grün-cyan.
Strukturfarben sind die hellsten Farben in der Natur - reiner und intensiver als chemische Pigmente. Das Gewebe erzeugt strukturelle Farben durch die Streuung von Licht.
McNamara sagte, dass die Farben des urzeitlichen Tagfalters anscheinend Verteidigungszwecken gedient haben. Wenn er fraß und verwundbar gegenüber Angriffen war, warnten die Farben Räuber; wenn der Falter sich in ruhigen Habitaten befand, lieferten die Farben eine Tarnung.
"Die lebenden Mitglieder dieser Gruppe von tagaktiven Faltern besitzen oft helle Farben und dieses Fossil zeigt, dass sich die Farben vor mindestens 50 Millionen Jahren für Schutzzwecke entwickelten", sagte Co-Autor Derek E. G. Briggs, der Yale-Paläontologe, in dessen Labor die Untersuchungen durchgeführt wurden.
Andere kürzliche Forschungsarbeiten von Briggs, dem Direktor des Peabody Museum of Natural History, führten zu der ersten Vollfarben-Rekonstruktion des Federkleids eines gefiederten Dinosauriers. Weitere Forschungsarbeiten von McNamara enthüllten die Farben von urzeitlichen Käfern.
Für die Falter-Forschung umfasste McNamaras Team sowohl Paläontologen als auch Physiker. Die anderen Autoren sind Heeso Noh und Hui Cao vom Department of Applied Physics der Yale University, Patrick J. Orr von der School of Geological Sciences am University College Dublin und Sonja Wedmann vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Deutschland, das die fossilen Exemplare zur Verfügung stellte.
Die Forschung wurde durch ein Marie Curie International Mobility Stipendium des University College Dublin und die National Science Foundation unterstützt.
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