| Astropage.eu | Datum: 02.01.2012 - 15:10 | Fehler melden |
| Tags: Astro-Bild der Woche, Sternentstehungsregion, Strahlung, Staubwolke, Infrarotwellenlänge |
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Astro-Bild der Woche: Die Sternentstehungsregion Rho Ophiuchi
Credit: Die Sternentstehungsregion Rho Ophiuchi, aufgenommen vom Spitzer-Weltraumteleskop (NASA / JPL-Caltech / Harvard-Smithsonian CfA)
Rho Ophiuchi gehört mit einer Entfernung von etwa 407 Lichtjahren zu den nächstgelegenen Sternentstehungsregionen. Sie liegt in der Nähe der Sternbilder Ophiuchus (Schlangenträger) und Scorpius (Skorpion) und besteht aus einer Hauptwolke und zwei Ausläufern, die sich in verschiedene Richtungen erstrecken. Die nebenstehende Aufnahme stammt vom Weltraumteleskop Spitzer und zeigt die Hauptwolke des Nebels, Lynds 1688.
Zur Erstellung der Aufnahme wurden Daten der Infrared Array Camera und des Multiband Imaging Photometer verwendet. Die Kamera besitzt die höchste räumliche Auflösung aller Instrumente an Bord von Spitzer und in Kombination mit dem Photometer eignet sie sich hervorragend für die Beobachtung solcher komplexen Gebiete. Das Bild zeigt den Nebel allerdings nicht in Echtfarben: Blaue Farben repräsentieren Wellenlängen von 3,6 Mikrometern, grüne Farben stehen für Wellenlängen von acht Mikrometern und 24-Mikrometer-Wellenlängen werden durch rötliche Farbtöne dargestellt. Die Farbcodierung erlaubt eine wesentlich bessere Untersuchung der Gas- und Staubwolken.
Man konnte bislang mehr als 300 Sterne in der vornehmlich aus molekularem Wasserstoff bestehenden Hauptwolke zählen. Ihr Durchschnittsalter beträgt nur rund 300.000 Jahre, was verglichen mit der Lebensspanne eines gewöhnlichen Sterns wie der Sonne sehr jung ist. Die jüngsten Sterne erscheinen auf dieser Aufnahme rötlich, weil sie noch in sehr dichte Gas- und Staubwolken eingehüllt sind, aus denen sie sich bilden, möglicherweise zusammen mit ihren eigenen Planetensystemen. Weiterentwickelte Sterne haben dieses Stadium schon hinter sich gebracht und einen Großteil dieser Materie abgestoßen beziehungsweise fortgeblasen. Folglich lassen sie sich besser beobachten, weil ihr Licht nicht mehr so stark abgeschwächt wird. Auf diesem Bild leuchten sie bläulich.
Die feinen Farbnuancen der ausgedehnten Gas- und Staubwolken im rechten Bildteil hängen von der Temperatur, der Zusammensetzung und der Größe der Staubteilchen ab. Sie werden durch die Strahlung der neu geborenen Sterne aufgeheizt und zum Leuchten angeregt. Die meisten Sterne befinden sich in einem dunklen Filament links unterhalb der Bildmitte. Normalerweise ist Infrarotstrahlung zwar imstande, Staubschleier zu durchdringen, aber dieses Filament ist so dicht, dass es sogar infrarote Wellenlängen blockiert.
Zur Erstellung der Aufnahme wurden Daten der Infrared Array Camera und des Multiband Imaging Photometer verwendet. Die Kamera besitzt die höchste räumliche Auflösung aller Instrumente an Bord von Spitzer und in Kombination mit dem Photometer eignet sie sich hervorragend für die Beobachtung solcher komplexen Gebiete. Das Bild zeigt den Nebel allerdings nicht in Echtfarben: Blaue Farben repräsentieren Wellenlängen von 3,6 Mikrometern, grüne Farben stehen für Wellenlängen von acht Mikrometern und 24-Mikrometer-Wellenlängen werden durch rötliche Farbtöne dargestellt. Die Farbcodierung erlaubt eine wesentlich bessere Untersuchung der Gas- und Staubwolken.
Man konnte bislang mehr als 300 Sterne in der vornehmlich aus molekularem Wasserstoff bestehenden Hauptwolke zählen. Ihr Durchschnittsalter beträgt nur rund 300.000 Jahre, was verglichen mit der Lebensspanne eines gewöhnlichen Sterns wie der Sonne sehr jung ist. Die jüngsten Sterne erscheinen auf dieser Aufnahme rötlich, weil sie noch in sehr dichte Gas- und Staubwolken eingehüllt sind, aus denen sie sich bilden, möglicherweise zusammen mit ihren eigenen Planetensystemen. Weiterentwickelte Sterne haben dieses Stadium schon hinter sich gebracht und einen Großteil dieser Materie abgestoßen beziehungsweise fortgeblasen. Folglich lassen sie sich besser beobachten, weil ihr Licht nicht mehr so stark abgeschwächt wird. Auf diesem Bild leuchten sie bläulich.
Die feinen Farbnuancen der ausgedehnten Gas- und Staubwolken im rechten Bildteil hängen von der Temperatur, der Zusammensetzung und der Größe der Staubteilchen ab. Sie werden durch die Strahlung der neu geborenen Sterne aufgeheizt und zum Leuchten angeregt. Die meisten Sterne befinden sich in einem dunklen Filament links unterhalb der Bildmitte. Normalerweise ist Infrarotstrahlung zwar imstande, Staubschleier zu durchdringen, aber dieses Filament ist so dicht, dass es sogar infrarote Wellenlängen blockiert.
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