| Astropage.eu | Datum: 01.02.2012 - 15:55 | Fehler melden |
| Tags: Strahlungsgürtel, Elektronen, Magnetfeld, Sonnenaktivität, Sonnenwind |
| Kategorien: Astronomie, Geowissenschaften | Quelle |
| Tweet |
|
Textgröße: |
Astronomen der UCLA lösen Rätsel der verschwindenden Elektronen
Wissenschaftler der University of California in Los Angeles (UCLA) haben das rätselhafte Verschwinden von energetischen Elektronen im äußeren Strahlungsgürtel der Erde erklärt. Sie verwendeten dafür Daten mehrerer im Orbit kreisender Satelliten.
In einer am 29. Januar 2012 veröffentlichten Studie in der Online-Ausgabe des Journals Nature Physics zeigt das Team, dass die verschwundenen Elektronen während Perioden erhöhter Sonnenaktivität von einer Strömung aus Sonnenwindpartikeln von dem Planeten fortgerissen werden.
"Dies ist ein wichtiger Meilenstein für das Verständnis der irdischen Weltraumumgebung", sagte der leitende Autor der Studie Drew Turner, Forscher am Department of Earth and Space Sciences der UCLA und Mitglied des Institute for Geophysics and Planetary Physics (IGPP). "Wir sind einen Schritt näher am Verständnis und der Vorhersage von Weltraumwetter-Phänomenen."
Während starker solarer Ereignisse wie koronalen Masseauswürfen prallen Teile der magnetisierten äußeren Schichten der Sonnenatmosphäre auf das Erdmagnetfeld und lösen geomagnetische Stürme aus, die in der Lage sind, die Elektronik vom Satelliten zu beschädigen. Diese kosmischen Sturmböen haben besondere Auswirkungen auf den äußeren Strahlungsgürtel der Erde, eine doughnut-förmige Region, die mit so energiereichen Elektronen aufgefüllt ist, so dass sie sich mit annähernd Lichtgeschwindigkeit bewegen.
"Wenn ein geomagnetischer Sturm beginnt, verschwinden nahezu alle in dem Strahlungsgürtel gefangenen Elektronen, nur um wenige Stunden später wieder zurückzukehren", sagte Vassilis Angelopoulos, Professor für Erd- und Weltraumwissenschaften an der UCLA und Forscher am IGPP.
"Die verschwundenen Elektronen überraschten Wissenschaftler, als das Phänomen in den 1960er Jahren erstmals von Instrumenten an Bord des ersten in die Umlaufbahn gebrachten Satelliten", sagte der Co-Autor der Studie Yuri Shprits, ein Geophysiker vom IGPP und der Abteilungen für Erd- und Weltraumwissenschaften und atmosphärische und Ozean-wissenschaften.
"Es ist ein rätselhafter Effekt", sagte er. "Die Ozeane auf der Erde verlieren nicht plötzlich den Großteil ihres Wassers, jedoch können mit Elektronen aufgefüllte Strahlungsgürtel schnell entvölkert werden."
Noch seltsamer, die Elektronen verschwinden während des Höhepunktes eines geomagnetischen Sturms, zu einem Zeitpunkt, an dem man erwarten würde, dass der Strahlungsgürtel aufgrund des extremen Bombardements durch den Sonnenwind mit energiereichen Partikeln geflutet wird.
Wohin verschwinden die Elektronen? Diese Frage blieb seit den frühen 1960er Jahren ein ungelöstes Rätsel. Einige glaubten, die Elektronen gingen an die Erdatmosphäre verloren, während andere vermuteten, dass die Elektronen nicht permanent verloren gehen, sondern größtenteils temporär ihrer Energie beraubt werden, so das sie abwesend erscheinen.
"Unsere Studie aus dem Jahr 2006 deutete darauf hin, dass die Elektronen tatsächlich in das interplanetare Medium verschwinden und durch die Bewegung nach außen verlangsamt werden könnten", sagte Shprits. "Allerdings gab es bislang keinen definitiven Beweis für diese Theorie."
Um das Rätsel zu lösen, verwendeten Turner und sein Team Daten dreier Netzwerke aus Satelliten, welche die Erde in unterschiedlichen Entfernungen umkreisen, um die flüchtenden Elektronen auf frischer Tat zu ertappen. Die Daten zeigen, dass eine kleine Menge der verschwundenen energiereichen Elektronen in die Atmosphäre fielen. Der Großteil von ihnen wurde von dem Planeten weggedrückt - fortgerissen aus dem Strahlungsgürtel durch den Ansturm der Sonnenwindpartikel während der erhöhten Sonnenaktivität, welche den magnetischen Sturm selbst erzeugte.
Ein besseres Verständnis der irdischen Strahlungsgürtel sei wichtig für den Schutz der Satelliten, auf die wir unsere Positionsbestimmungssysteme, Kommunikation und Wetterüberwachung stützen, sagte Turner. Der äußere Strahlungsgürtel der Erde ist eine harsche Strahlungsumgebung für Raumfahrzeuge und Astronauten. Die hochenergetischen Elektronen können den Schild eines Raumfahrzeuges durchdringen und verheerenden Schaden an seiner empfindlichen Elektronik anrichten. Geomagnetische Stürme, ausgelöst durch das Auftreffen der Partikel auf die irdische Magnetosphäre, können einen teilweisen oder vollständigen Ausfall eines Raumfahrzeugs verursachen.
In einer am 29. Januar 2012 veröffentlichten Studie in der Online-Ausgabe des Journals Nature Physics zeigt das Team, dass die verschwundenen Elektronen während Perioden erhöhter Sonnenaktivität von einer Strömung aus Sonnenwindpartikeln von dem Planeten fortgerissen werden.
"Dies ist ein wichtiger Meilenstein für das Verständnis der irdischen Weltraumumgebung", sagte der leitende Autor der Studie Drew Turner, Forscher am Department of Earth and Space Sciences der UCLA und Mitglied des Institute for Geophysics and Planetary Physics (IGPP). "Wir sind einen Schritt näher am Verständnis und der Vorhersage von Weltraumwetter-Phänomenen."
Während starker solarer Ereignisse wie koronalen Masseauswürfen prallen Teile der magnetisierten äußeren Schichten der Sonnenatmosphäre auf das Erdmagnetfeld und lösen geomagnetische Stürme aus, die in der Lage sind, die Elektronik vom Satelliten zu beschädigen. Diese kosmischen Sturmböen haben besondere Auswirkungen auf den äußeren Strahlungsgürtel der Erde, eine doughnut-förmige Region, die mit so energiereichen Elektronen aufgefüllt ist, so dass sie sich mit annähernd Lichtgeschwindigkeit bewegen.
"Wenn ein geomagnetischer Sturm beginnt, verschwinden nahezu alle in dem Strahlungsgürtel gefangenen Elektronen, nur um wenige Stunden später wieder zurückzukehren", sagte Vassilis Angelopoulos, Professor für Erd- und Weltraumwissenschaften an der UCLA und Forscher am IGPP.
"Die verschwundenen Elektronen überraschten Wissenschaftler, als das Phänomen in den 1960er Jahren erstmals von Instrumenten an Bord des ersten in die Umlaufbahn gebrachten Satelliten", sagte der Co-Autor der Studie Yuri Shprits, ein Geophysiker vom IGPP und der Abteilungen für Erd- und Weltraumwissenschaften und atmosphärische und Ozean-wissenschaften.
"Es ist ein rätselhafter Effekt", sagte er. "Die Ozeane auf der Erde verlieren nicht plötzlich den Großteil ihres Wassers, jedoch können mit Elektronen aufgefüllte Strahlungsgürtel schnell entvölkert werden."
Noch seltsamer, die Elektronen verschwinden während des Höhepunktes eines geomagnetischen Sturms, zu einem Zeitpunkt, an dem man erwarten würde, dass der Strahlungsgürtel aufgrund des extremen Bombardements durch den Sonnenwind mit energiereichen Partikeln geflutet wird.
Wohin verschwinden die Elektronen? Diese Frage blieb seit den frühen 1960er Jahren ein ungelöstes Rätsel. Einige glaubten, die Elektronen gingen an die Erdatmosphäre verloren, während andere vermuteten, dass die Elektronen nicht permanent verloren gehen, sondern größtenteils temporär ihrer Energie beraubt werden, so das sie abwesend erscheinen.
"Unsere Studie aus dem Jahr 2006 deutete darauf hin, dass die Elektronen tatsächlich in das interplanetare Medium verschwinden und durch die Bewegung nach außen verlangsamt werden könnten", sagte Shprits. "Allerdings gab es bislang keinen definitiven Beweis für diese Theorie."
Um das Rätsel zu lösen, verwendeten Turner und sein Team Daten dreier Netzwerke aus Satelliten, welche die Erde in unterschiedlichen Entfernungen umkreisen, um die flüchtenden Elektronen auf frischer Tat zu ertappen. Die Daten zeigen, dass eine kleine Menge der verschwundenen energiereichen Elektronen in die Atmosphäre fielen. Der Großteil von ihnen wurde von dem Planeten weggedrückt - fortgerissen aus dem Strahlungsgürtel durch den Ansturm der Sonnenwindpartikel während der erhöhten Sonnenaktivität, welche den magnetischen Sturm selbst erzeugte.
Ein besseres Verständnis der irdischen Strahlungsgürtel sei wichtig für den Schutz der Satelliten, auf die wir unsere Positionsbestimmungssysteme, Kommunikation und Wetterüberwachung stützen, sagte Turner. Der äußere Strahlungsgürtel der Erde ist eine harsche Strahlungsumgebung für Raumfahrzeuge und Astronauten. Die hochenergetischen Elektronen können den Schild eines Raumfahrzeuges durchdringen und verheerenden Schaden an seiner empfindlichen Elektronik anrichten. Geomagnetische Stürme, ausgelöst durch das Auftreffen der Partikel auf die irdische Magnetosphäre, können einen teilweisen oder vollständigen Ausfall eines Raumfahrzeugs verursachen.
Kritik? Vorschläge? Lob? Schreiben Sie Ihre Meinung ins Gästebuch
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren:
(Gesucht nach: Strahlungsgürtel, Elektronen, Magnetfeld, Sonnenaktivität, Sonnenwind)
(Gesucht nach: Strahlungsgürtel, Elektronen, Magnetfeld, Sonnenaktivität, Sonnenwind)
- Saturn: Zusammenhang zwischen Magnetosphäre und Jahreszeiten entdeckt
(Astronomie) - NASA-Video zeigt drei Jahre Sonnenbeobachtungen des SDO im Zeitraffer
(Astronomie) - Vulkanismus auf dem Jupitermond Io: Vorhersagen und Beobachtungen stimmen nicht überein
(Astronomie) - Bildveröffentlichung / Chandra: Junge stellare Objekte in der Kleinen Magellanschen Wolke
(Astronomie) - Wirbelnde Geheimnisse - Über die Gas-Turbulenzen in protoplanetaren Scheiben
(Astronomie, Physik) - Astro-Bild der Woche: Der Gegenschein über dem Paranal-Observatorium
(Astronomie) - Auroras werfen Licht auf die Vorgänge in solaren Flares
(Geowissenschaften, Physik, Astronomie) - NASA-Forscher entschlüsselt die Mathematik des Sonnenwinds
(Astronomie, Physik) - Fermi beweist, dass Supernova-Überreste kosmische Strahlen produzieren
(Astronomie) - Drei Jahre SDO - Die Highlights des dritten Beobachtungsjahres
(Astronomie) - Zwanzig Forschungsballone der NASA untersuchen die Van-Allen-Gürtel
(Geowissenschaften, Astronomie) - "Chamäleon"-Pulsar verblüfft Astronomen
(Astronomie) - Neue Hinweise sprechen für das Auftreten von Auroras außerhalb unseres Sonnensystems
(Astronomie) - Neues Chandra-Video zeigt einen Neutronenstern in Aktion
(Astronomie) - Kurzmeldung: SDO filmt solares Ballett auf der Sonne
(Astronomie)
©2012 by
Astropage.eu -
Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Genehmigung

