| Astropage.eu | Datum: 10.02.2012 - 17:16 | Fehler melden |
| Tags: Läuse, DNA, Pflanzen, Mitochondrien, Gene |
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Costa Rica: Neue Spezies Bambus fressender Pflanzenläuse entdeckt
Credit: Rhopalosiphum chusqueae: A) und B) Habitus; C) Antennensegment III; D) Siphunculus; E) Cauda; F) und B-a) Details des 3. Abdominalsegments; G) und B-b) Details des 8. Abdominalsegments (Nicolás Pérez Hidalgo / Zookeys)
Mehrere Feldstudien im Jahr 2008 haben zur Entdeckung einer neuen Spezies von Pflanzenläusen in der Hochgebirgsregion "Cerro de la Muerte" in Costa Rica geführt, die sich von Bambus ernährt. Diese Entdeckung konnte nur mit Hilfe der Analyse von Molekulardaten der Mitochondrien-DNA gemacht werden. Die gesammelten Daten haben auch das Gesamtwissen über Pflanzenläuse (einem der weltweit am meisten gefürchteten landwirtschaftlichen Schädlinge) um mehr als 20 Prozent erweitert. Die Studie wurde im frei zugänglichen Wissenschaftsjournal ZooKeys veröffentlicht.
Es ist eine wohlbekannte Tatsache, dass die Tierwelt der Arthropoden, zu denen auch die Pflanzenläuse gehören, in tropischen Regionen besonders reichhaltig vorkommt. Das trifft jedoch nicht auf Pflanzenläuse zu, die das gemäßigte Klima der nördlichen Hemisphäre vorziehen. Dies ist bis jetzt ein kleines Paradoxon für die Wissenschaftler, obwohl auch bekannt ist, dass die Vielfalt der Pflanzenläuse in Hochgebirgslagen wie auf Bergen und Hochplateaus zunimmt. Eine Solche ist auch das Fundgebiet in Costa Rica: der "Cerro de la Muerte" oder der "Berg der Toten" ist der höchste Punkt des Abschnitts des Inter-American-Highway (dem mittelamerikanischen Teil der Panamericana; Anm. d. Red.), der in Costa Rica liegt.
Viele Arten von Pflanzenläusen ernähren sich lediglich von einem Typ (oder gar nur einer Spezies) von Pflanzen. Die Nahrung der jetzt neu beschriebenen Spezies von Pflanzenläusen besteht (basierend auf den bis jetzt vorliegenden Daten) ausschließlich aus einer Bambusart (Chusquea tomentosa). Um herauszufinden, zu welcher taxonomischen Gattung sie gehört (Rhopalosiphum), wurde eine molekulare Analyse durchgeführt. Die Beschreibung basiert auch auf molekularen Informationen aus der Mitochondrien-DNA (COI) [von engl. Coefficient of Inbreeding = Inzuchtkoeffizient; Anm. d. Red.], Gencodierung des Zellkerns und zusätzlich aus äußeren morphologischen Merkmalen.
Pflanzenläuse gehören zu den häufigsten Insektenschädlingen in Landwirtschaft und Gartenbau. Aus einem zoologischen Blickwinkel heraus sind sie trotzdem sehr erfolgreiche Organismen, die, obwohl sie hauptsächlich in gemäßigten Gebieten vorkommen, durchaus das Potenzial besitzen, auch eine Bedrohung für tropische Regionen zu sein, in denen Pflanzenzucht betrieben wird.
Forschungsarbeit: Pérez Hidalgo N, Martínez-Torres D, Collantes-Alegre JM, Villalobos Muller W, Nieto Nafría JM (2012) "A new species of Rhopalosiphum (Hemiptera, Aphididae) on Chusquea tomentosa (Poaceae, Bambusoideae) from Costa Rica" http://dx.doi.org/10.3897/zookeys.166.2387
Es ist eine wohlbekannte Tatsache, dass die Tierwelt der Arthropoden, zu denen auch die Pflanzenläuse gehören, in tropischen Regionen besonders reichhaltig vorkommt. Das trifft jedoch nicht auf Pflanzenläuse zu, die das gemäßigte Klima der nördlichen Hemisphäre vorziehen. Dies ist bis jetzt ein kleines Paradoxon für die Wissenschaftler, obwohl auch bekannt ist, dass die Vielfalt der Pflanzenläuse in Hochgebirgslagen wie auf Bergen und Hochplateaus zunimmt. Eine Solche ist auch das Fundgebiet in Costa Rica: der "Cerro de la Muerte" oder der "Berg der Toten" ist der höchste Punkt des Abschnitts des Inter-American-Highway (dem mittelamerikanischen Teil der Panamericana; Anm. d. Red.), der in Costa Rica liegt.
Viele Arten von Pflanzenläusen ernähren sich lediglich von einem Typ (oder gar nur einer Spezies) von Pflanzen. Die Nahrung der jetzt neu beschriebenen Spezies von Pflanzenläusen besteht (basierend auf den bis jetzt vorliegenden Daten) ausschließlich aus einer Bambusart (Chusquea tomentosa). Um herauszufinden, zu welcher taxonomischen Gattung sie gehört (Rhopalosiphum), wurde eine molekulare Analyse durchgeführt. Die Beschreibung basiert auch auf molekularen Informationen aus der Mitochondrien-DNA (COI) [von engl. Coefficient of Inbreeding = Inzuchtkoeffizient; Anm. d. Red.], Gencodierung des Zellkerns und zusätzlich aus äußeren morphologischen Merkmalen.
Pflanzenläuse gehören zu den häufigsten Insektenschädlingen in Landwirtschaft und Gartenbau. Aus einem zoologischen Blickwinkel heraus sind sie trotzdem sehr erfolgreiche Organismen, die, obwohl sie hauptsächlich in gemäßigten Gebieten vorkommen, durchaus das Potenzial besitzen, auch eine Bedrohung für tropische Regionen zu sein, in denen Pflanzenzucht betrieben wird.
Forschungsarbeit: Pérez Hidalgo N, Martínez-Torres D, Collantes-Alegre JM, Villalobos Muller W, Nieto Nafría JM (2012) "A new species of Rhopalosiphum (Hemiptera, Aphididae) on Chusquea tomentosa (Poaceae, Bambusoideae) from Costa Rica" http://dx.doi.org/10.3897/zookeys.166.2387
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