| Astropage.eu | Datum: 20.02.2012 - 00:05 | Fehler melden |
| Tags: Instabilität, Sonneneruption, Magnetfeld, Plasma, Elektronen |
| Kategorien: Physik, Astronomie | Quelle |
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Entdeckung am Caltech wirft Licht auf den möglichen Ursprung solarer Phänomene
Credit: Ein Argon-Plasmajet bildet eine schnell wachsende korkenzieherförmige Struktur, bekannt als Kink-Instabilität. (A. L. Moser and P. M. Bellan, Caltech)
Im Januar gab es den größten Sonnensturm seit 2005, der einige der schillerndsten Nordlichter in der jüngeren Vergangenheit auslöste.
Die Quelle dieses Sturms - und ähnlicher Stürme - war das Magnetfeld der Sonne, beschrieben durch unsichtbare Feldlinien, die aus dem brennenden Gasball herauskommen und wieder in ihn hineinführen. Manchmal reißen diese Feldlinien - wie ein zu stark gezogenes Gummiband - und vereinigen sich mit benachbarten Linien, wobei sie Energie freisetzen, die dann Plasmaausbrüche hervorbringen kann, die als solare Flares bekannt sind. Große Mengen Plasma können von der Sonnenoberfläche in Richtung Erde schwirren und kreisende Satelliten beschädigen oder sie von ihren Bahnen abbringen.
Dieses Plasma wird als koronaler Masseauswurf bezeichnet und kann sich auch entlang der irdischen Magnetfeldlinien bewegen, was geladene Teilchen in Richtung der irdischen Magnetpole beschleunigen lässt. Das wiederum erzeugt das prachtvolle Lichtspektakel, das wir als Polarlichter kennen.
Obwohl der Prozess der reißenden und verschmelzenden Feldlinien - magnetische Rekonnexion genannt - solch entscheidende Auswirkungen hat, blieb ein detailliertes Bild davon, was exakt vor sich geht, Wissenschaftlern lange verwehrt, sagt Paul Bellan, Professor für angewandte Physik an der Division of Engineering and Applied Science des California Institute of Technology (Caltech).
Indem sie Plasmajets im Labor mit Hochgeschwindigkeitskameras beobachteten, haben Bellan und die Studentin Auna Moser ein überraschendes Phänomen entdeckt, das Anhaltspunkte darüber liefert, wie die magnetische Rekonnexion auftritt. Sie beschreiben ihre Ergebnisse in einer Studie, die am 16. Februar 2012 im Journal Nature veröffentlicht wurde.
"Zu versuchen, die Natur unter Verwendung technischer Methoden zu verstehen, ist in der Tat ein Markenzeichen der Division of Engineering and Applied Science am Caltech", sagt Ares Rosakis, der Theodore von Kármán Professor für Aeronautik und Professor für Maschinenbau, sowie der Vorsitzende der Abteilung.
In den Experimenten feuerte Moser Jets aus Wasserstoff-, Stickstoff- und Argon-Plasma mit Geschwindigkeiten zwischen zehn und 50 Kilometern pro Sekunde über eine Entfernung von mehr als 20 Zentimetern in einem Vakuum. Plasma ist ein so heißes Gas, dass die Atome darin ihrer Elektronen beraubt sind. Als Schnellstraße für beschleunigte Elektronen agieren die Jets wie elektrisch leitende Drähte. Das Experiment benötigte 200 Millionen Watt Energie, um Jets mit einer Temperatur von 20.000 Kelvin und einer Stromstärke von 100.000 Ampere zu erzeugen. Um die Jets zu untersuchen, benutzte Moser Kameras, die ein Bild in weniger als einer Mikrosekunde, also weniger als eine Millionstel Sekunde, aufnehmen können. Dieses Verhalten wird Kink-Instabilität genannt und wird seit fast 60 Jahren untersucht, sagt Bellan.
Aber als Moser sich dieses Verhalten in ihren experimentellen Plasmajets genau betrachtete, sah sie etwas komplett Unerwartetes.
Die Quelle dieses Sturms - und ähnlicher Stürme - war das Magnetfeld der Sonne, beschrieben durch unsichtbare Feldlinien, die aus dem brennenden Gasball herauskommen und wieder in ihn hineinführen. Manchmal reißen diese Feldlinien - wie ein zu stark gezogenes Gummiband - und vereinigen sich mit benachbarten Linien, wobei sie Energie freisetzen, die dann Plasmaausbrüche hervorbringen kann, die als solare Flares bekannt sind. Große Mengen Plasma können von der Sonnenoberfläche in Richtung Erde schwirren und kreisende Satelliten beschädigen oder sie von ihren Bahnen abbringen.
Dieses Plasma wird als koronaler Masseauswurf bezeichnet und kann sich auch entlang der irdischen Magnetfeldlinien bewegen, was geladene Teilchen in Richtung der irdischen Magnetpole beschleunigen lässt. Das wiederum erzeugt das prachtvolle Lichtspektakel, das wir als Polarlichter kennen.
Obwohl der Prozess der reißenden und verschmelzenden Feldlinien - magnetische Rekonnexion genannt - solch entscheidende Auswirkungen hat, blieb ein detailliertes Bild davon, was exakt vor sich geht, Wissenschaftlern lange verwehrt, sagt Paul Bellan, Professor für angewandte Physik an der Division of Engineering and Applied Science des California Institute of Technology (Caltech).
Indem sie Plasmajets im Labor mit Hochgeschwindigkeitskameras beobachteten, haben Bellan und die Studentin Auna Moser ein überraschendes Phänomen entdeckt, das Anhaltspunkte darüber liefert, wie die magnetische Rekonnexion auftritt. Sie beschreiben ihre Ergebnisse in einer Studie, die am 16. Februar 2012 im Journal Nature veröffentlicht wurde.
"Zu versuchen, die Natur unter Verwendung technischer Methoden zu verstehen, ist in der Tat ein Markenzeichen der Division of Engineering and Applied Science am Caltech", sagt Ares Rosakis, der Theodore von Kármán Professor für Aeronautik und Professor für Maschinenbau, sowie der Vorsitzende der Abteilung.
In den Experimenten feuerte Moser Jets aus Wasserstoff-, Stickstoff- und Argon-Plasma mit Geschwindigkeiten zwischen zehn und 50 Kilometern pro Sekunde über eine Entfernung von mehr als 20 Zentimetern in einem Vakuum. Plasma ist ein so heißes Gas, dass die Atome darin ihrer Elektronen beraubt sind. Als Schnellstraße für beschleunigte Elektronen agieren die Jets wie elektrisch leitende Drähte. Das Experiment benötigte 200 Millionen Watt Energie, um Jets mit einer Temperatur von 20.000 Kelvin und einer Stromstärke von 100.000 Ampere zu erzeugen. Um die Jets zu untersuchen, benutzte Moser Kameras, die ein Bild in weniger als einer Mikrosekunde, also weniger als eine Millionstel Sekunde, aufnehmen können. Dieses Verhalten wird Kink-Instabilität genannt und wird seit fast 60 Jahren untersucht, sagt Bellan.
Aber als Moser sich dieses Verhalten in ihren experimentellen Plasmajets genau betrachtete, sah sie etwas komplett Unerwartetes.
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