| Astropage.eu | Datum: 07.03.2012 - 00:04 | Fehler melden |
| Tags: Venus, Messenger, Hot Flow Anomalie, Magnetfeld, Sonnenwind |
| Kategorien: Astronomie | Quelle |
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Weltraumwetter: "Hot-Flow"-Anomalie auf der Venus
Credit: Eine Hot-Flow-Anomalie (HFA) fungiert wahrscheinlich wie ein Staubsauger und zieht Teile der Venusatmosphäre von dem Planeten weg (NASA / Collinson)
In der großräumigen Ansicht des Sonnensystems betrachtet, befinden sich Venus und Erde in fast der gleichen Entfernung von der Sonne. Trotzdem unterscheiden sich die Planeten dramatisch voneinander: Venus ist rund 100 Mal heißer als die Erde und ihre Tage sind 200 Mal länger. Die Atmosphäre auf der Venus ist so dick, dass die längste Zeitspanne, die eine Sonde jemals auf ihrer Oberfläche überlebt hat, nur wenig mehr als zwei Stunden beträgt. Es gibt noch einen anderen Unterschied. Die Erde besitzt ein Magnetfeld und die Venus nicht - ein entscheidender Unterschied, wenn man die Auswirkungen der Sonne auf jeden einzelnen Planeten untersucht.
Während der Sonnenwind mit fast 1,6 Millionen Kilometern pro Stunde von der Sonne wegströmt, wird er circa 70.000 Kilometer von der Erde entfernt gestoppt, wenn er mit der riesigen magnetischen Hülle namens Magnetosphäre kollidiert, welche den Planeten umgibt. Der Großteil des Sonnenwindes fließt um die Magnetosphäre herum, aber unter bestimmten Umständen, kann er in die Magnetosphäre eindringen und eine Vielzahl dynamischer Weltraumwettereffekte auf der Erde auslösen. Die Venus besitzt keinen solchen Schutzschild, aber sie ist dennoch ein unerschütterlicher Felsen, der von einer Atmosphäre umgeben ist, welche den Sonnenwind unterbricht und mit ihm interagiert, was interessante Weltraumwettereffekte verursacht.
Eine neue Studie, die am 29. Februar 2012 online im Journal of Geophysical Research erschien, hat auf der Venus klare Belege für einen Typ Weltraumwetterausbruch gefunden, der auf der Erde recht häufig ist, eine Hot-Flow-Anomalie (etwa: "Heißer-Strom-Anomalie"; Anm. d. Red.). Diese Anomalien, auch als HFAs bezeichnet, erzeugen eine vorübergehende Umkehr des Sonnenwindes, der normalerweise an einem Planeten vorbeizieht. Ein HFA-Anstieg bringe die Materie dazu, zurück zu fließen, sagt David Sibeck, ein Co-Autor der Studie und Wissenschaftler am Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt (Maryland), der irdische HFAs untersucht.
"Sie sind ein erstaunliches Phänomen", sagt Sibeck. "Hot-Flow-Anomalien setzen so viel Energie frei, dass der Sonnenwind abgelenkt wird und sich sogar zurück in Richtung Sonne bewegen kann. Das ist eine Menge Energie, wenn man bedenkt, dass der Sonnenwind schneller als Schallgeschwindigkeit reist und die HFA stark genug ist, um ihn umzukehren."
Während der Sonnenwind mit fast 1,6 Millionen Kilometern pro Stunde von der Sonne wegströmt, wird er circa 70.000 Kilometer von der Erde entfernt gestoppt, wenn er mit der riesigen magnetischen Hülle namens Magnetosphäre kollidiert, welche den Planeten umgibt. Der Großteil des Sonnenwindes fließt um die Magnetosphäre herum, aber unter bestimmten Umständen, kann er in die Magnetosphäre eindringen und eine Vielzahl dynamischer Weltraumwettereffekte auf der Erde auslösen. Die Venus besitzt keinen solchen Schutzschild, aber sie ist dennoch ein unerschütterlicher Felsen, der von einer Atmosphäre umgeben ist, welche den Sonnenwind unterbricht und mit ihm interagiert, was interessante Weltraumwettereffekte verursacht.
Eine neue Studie, die am 29. Februar 2012 online im Journal of Geophysical Research erschien, hat auf der Venus klare Belege für einen Typ Weltraumwetterausbruch gefunden, der auf der Erde recht häufig ist, eine Hot-Flow-Anomalie (etwa: "Heißer-Strom-Anomalie"; Anm. d. Red.). Diese Anomalien, auch als HFAs bezeichnet, erzeugen eine vorübergehende Umkehr des Sonnenwindes, der normalerweise an einem Planeten vorbeizieht. Ein HFA-Anstieg bringe die Materie dazu, zurück zu fließen, sagt David Sibeck, ein Co-Autor der Studie und Wissenschaftler am Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt (Maryland), der irdische HFAs untersucht.
"Sie sind ein erstaunliches Phänomen", sagt Sibeck. "Hot-Flow-Anomalien setzen so viel Energie frei, dass der Sonnenwind abgelenkt wird und sich sogar zurück in Richtung Sonne bewegen kann. Das ist eine Menge Energie, wenn man bedenkt, dass der Sonnenwind schneller als Schallgeschwindigkeit reist und die HFA stark genug ist, um ihn umzukehren."
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