| Astropage.eu | Datum: 12.07.2012 - 00:07 | Fehler melden |
| Tags: Römisches Reich, Münzen, Ausgrabung, Röntgenstrahlung, Kaiser |
| Kategorien: Archäologie | Quelle |
| Tweet |
|
Textgröße: |
Modernste Röntgentechnologie enthüllt die Geheimnisse römischer Münzen
Credit: Ein computergeneriertes Bild der Münzen in dem Topf, der im District Selby entdeckt wurde. (University of Southampton)
Archäologen und Ingenieure der University of Southampton arbeiten mit dem British Museum zusammen, um mit Hilfe der neuesten Röntgen-Bildgebungstechnologie verborgene römische Münzen zu untersuchen.
Ursprünglich für die Analyse substanzieller Bauteile wie zum Beispiel Jet-Turbinenblätter entwickelt, wird die leistungsfähige Scan-Ausrüstung am μ-VIS Centre for Computed Tomography dafür verwendet, um römische Münzen zu untersuchen, die in drei archäologischen Artefakten aus drei Münzhorten in Großbritannien verborgen sind.
Die Ausrüstung des Centers kann in Objekte hineinscannen: Sie werden um 360 Grad gedreht, während tausende 2D-Bilder gemacht werden, die dann für die Erstellung detaillierter 3D-Aufnahmen benutzt werden. Im Fall der Münzen erlaubt die außergewöhnliche Kombination dieser Einrichtung aus hoher Energie und hoher Auflösung ihre Untersuchung in komplexen Einzelheiten, ohne dass eine physische Freilegung oder Säuberung notwendig ist. Bei den kürzlich in Southampton gescannten Münzen war es möglich, die Fähigkeiten der 3D-Computervisualisierung zu nutzen, um Inschriften zu lesen und Abbildungen von Kaisern auf den Münzen zu identifizieren. Beispielsweise wurden auf einigen Münzen die Köpfe von Claudius II und Tetricus I enthüllt.
Der Archäologe Dr. Graeme Earl von der University of Southampton sagt: "Die Freilegung und Säuberung von nur einer einzigen Münze kann Stunden oder sogar Tage dauern, aber diese Technologie gibt uns die Möglichkeit, sie in diesem Zustand schnell und ohne die Notwendigkeit einer Konservierungsbehandlung zu untersuchen und zu identifizieren. Sie hat auch das Potenzial für die Untersuchung vieler anderer archäologischer Objekte."
Die Archaeological Computing Research Group an der Universität kann noch einen Schritt weiter gehen und exakte, hochaufgelöste CGI-Visualisierungen produzieren, die auf den Scandaten basieren. Das gibt Archäologen und Konservatoren auf der ganzen Welt die Möglichkeit, Objekte virtuell zu untersuchen, freizulegen und zu "säubern".
Dr. Roger Bland, Vorsitzender für Portable Antiquities and Treasure am British Museum, kommentiert: "Diese Scan-Methode erbringt schon jetzt einige faszinierende Ergebnisse und die Möglichkeit, eine Ansammlung von Münzen in einem Topf zu identifizieren, ohne sie zu entfernen, ist sehr aufregend. Es ist spannend, mit Archäologen und Ingenieuren der Southampton University zusammenzuarbeiten und das Potenzial eines Prozesses zu ergründen, der schneller, günstiger und weniger invasiv als eine Ausgrabung ist."
Ursprünglich für die Analyse substanzieller Bauteile wie zum Beispiel Jet-Turbinenblätter entwickelt, wird die leistungsfähige Scan-Ausrüstung am μ-VIS Centre for Computed Tomography dafür verwendet, um römische Münzen zu untersuchen, die in drei archäologischen Artefakten aus drei Münzhorten in Großbritannien verborgen sind.
Die Ausrüstung des Centers kann in Objekte hineinscannen: Sie werden um 360 Grad gedreht, während tausende 2D-Bilder gemacht werden, die dann für die Erstellung detaillierter 3D-Aufnahmen benutzt werden. Im Fall der Münzen erlaubt die außergewöhnliche Kombination dieser Einrichtung aus hoher Energie und hoher Auflösung ihre Untersuchung in komplexen Einzelheiten, ohne dass eine physische Freilegung oder Säuberung notwendig ist. Bei den kürzlich in Southampton gescannten Münzen war es möglich, die Fähigkeiten der 3D-Computervisualisierung zu nutzen, um Inschriften zu lesen und Abbildungen von Kaisern auf den Münzen zu identifizieren. Beispielsweise wurden auf einigen Münzen die Köpfe von Claudius II und Tetricus I enthüllt.
Der Archäologe Dr. Graeme Earl von der University of Southampton sagt: "Die Freilegung und Säuberung von nur einer einzigen Münze kann Stunden oder sogar Tage dauern, aber diese Technologie gibt uns die Möglichkeit, sie in diesem Zustand schnell und ohne die Notwendigkeit einer Konservierungsbehandlung zu untersuchen und zu identifizieren. Sie hat auch das Potenzial für die Untersuchung vieler anderer archäologischer Objekte."
Die Archaeological Computing Research Group an der Universität kann noch einen Schritt weiter gehen und exakte, hochaufgelöste CGI-Visualisierungen produzieren, die auf den Scandaten basieren. Das gibt Archäologen und Konservatoren auf der ganzen Welt die Möglichkeit, Objekte virtuell zu untersuchen, freizulegen und zu "säubern".
Dr. Roger Bland, Vorsitzender für Portable Antiquities and Treasure am British Museum, kommentiert: "Diese Scan-Methode erbringt schon jetzt einige faszinierende Ergebnisse und die Möglichkeit, eine Ansammlung von Münzen in einem Topf zu identifizieren, ohne sie zu entfernen, ist sehr aufregend. Es ist spannend, mit Archäologen und Ingenieuren der Southampton University zusammenzuarbeiten und das Potenzial eines Prozesses zu ergründen, der schneller, günstiger und weniger invasiv als eine Ausgrabung ist."
Kritik? Vorschläge? Lob? Schreiben Sie Ihre Meinung ins Gästebuch
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren:
(Gesucht nach: Römisches Reich, Münzen, Ausgrabung, Röntgenstrahlung, Kaiser)
(Gesucht nach: Römisches Reich, Münzen, Ausgrabung, Röntgenstrahlung, Kaiser)
- Ein riesiger Halo aus heißem Gas umhüllt das verschmelzende Galaxienpaar NGC 6240
(Astronomie) - Swift und Chandra erforschen einen jungen Supernova-Überrest
(Astronomie) - Bildveröffentlichung / Chandra: Die Superblase DEM L50 in der Großen Magellanschen Wolke
(Astronomie) - "Chamäleon"-Pulsar verblüfft Astronomen
(Astronomie) - Physikstudenten zeigen, wie die Reise durch den Hyperraum wirklich aussehen würde
(Physik) - Archäologen entdecken mehr als 300 Tonfiguren in Griechenland
(Archäologie) - Bildveröffentlichung / Chandra: Röntgenstrahlen von einem wiedergeborenen planetarischen Nebel
(Astronomie) - Astronomen untersuchen einen zwei Millionen Lichtjahre langen "extragalaktischen Nachbrenner"
(Astronomie) - Röntgenteleskope beobachten die kollidierenden Winde in einem Doppelsternsystem
(Astronomie) - Swift-Satellit entdeckt ein neues Schwarzes Loch in unserer Galaxie
(Astronomie) - CT-Scans zeigen 3D-Rekonstruktionen von 305 Millionen Jahre alten Insekten
(Paläontologie) - Chandra zeigt, dass die Milchstraße von einem großen Halo aus heißem Gas umgeben ist
(Astronomie) - Bildveröffentlichung / Chandra: Eine überraschend helle Superblase
(Astronomie) - SN 1957D in der Galaxie M83: Junger Supernova-Überrest emittiert auch Röntgenstrahlung
(Astronomie) - Röntgenstrahlen erhellen den Ursprung vulkanischer Hotspots
(Geowissenschaften)
©2012 by
Astropage.eu -
Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Genehmigung
