Eine Landwirtschafts-„Insel“ im Saskatchewan River Delta

Landwirtschaftlich genutzte Flächen im Carrot River Valley am 2. Juli 2026 (links) und am 21. September 21, 2026 (rechts), (Credits: NASA Earth Observatory images by Michala Garrison)
Landwirtschaftlich genutzte Flächen im Carrot River Valley am 2. Juli 2026 (links) und am 21. September 21, 2026 (rechts), (Credits: NASA Earth Observatory images by Michala Garrison)

Ein Großteil des Saskatchewan River Delta, ein großes Inlanddelta in den kanadischen Provinzen Saskatchewan und Manitoba, ist zu feucht für ausgiebige landwirtschaftliche Nutzung. Aber zwischen den gewundenen Kanälen, Seen und Sumpfgebieten des Deltas bricht eine „Insel“ aus geraden Feldern die kurvigen Konturen auf. Diese Felder liegen westlich der Stadt The Pas und bilden die nördlichste landwirtschaftliche Nutzfläche Manitobas.

Das Gebiet wird als das Carrot River Valley (Pasquia Area Settlement) bezeichnet und liegt innerhalb der ländlichen Gemeinde Kelsey. Das aktiv genutzte Land umfasst mehr als 40.000 Hektar zwischen den Flüssen Carrot und Pasquia (Zuflüssen des Saskatchewan River) und ist von Feuchtgebieten umgeben, darunter die Sumpfgebiete der Saskeram Wildlife Management Area im Norden.

Diese Bilder zeigen das Tal an zwei Zeitpunkten in der Wachstumsperiode 2026: am 2. Juli (links) und am 21. September (rechts). Die Bilder wurden mit den Operational Land Imager Instrumenten an Bord der von der NASA und dem USGS betriebenen Satelliten Landsat 9 und Landsat 8 aufgenommen.

Die Landsat-Daten werden in das kanadische Annual Crop Inventory Programm eingepflegt. Die Daten zum Jahr 2026 wurden noch nicht veröffentlicht, aber die Karte von 2025 zeigt, dass die Landwirte im Carrot River Valley in diesem Jahr hauptsächlich Raps und Frühjahrsweizen anbauten, zusammen mit kleinen Flächen mit Kanariengras.

Das Bild von Juli 2026 zeigt grüne Nutzpflanzen auf vielen Feldern innerhalb des Tals. Das Gebiet gehört zum landwirtschaftlich genutzten Nordwesten Manitobas und die Aussaat begann dort aufgrund der nassen Bedingungen später als in den südlichen Gebieten. Dennoch können fruchtbare Böden und lange Sommertage in diesen nördlichen Breiten ein schnelles Wachstum der Pflanzen unterstützen.

Bis zum September-Bild hat sich das gewandelt. The Pas zeichnete wenig Niederschlag in der vorangegangenen Woche auf (1,6 Millimeter), während das feuchtere Wetter in der nordwestlichen Region mit bis zu 43,9 Millimetern Niederschlag die Ernte aufhielt. Bis zu dem Zeitpunkt hatten die Landwirte in der Region etwa zehn Prozent des Raps und 50 Prozent des Frühjahrsweizens geerntet.

Die Wasserwirtschaft war lange Zeit eine Herausforderung in dem Tal. In den 1950er Jahren wurde ein Überflutungskontroll- und Drainageprojekt angestoßen und die Landwirtschaft in dem Gebiet hängt auch heute noch von Dämmen und Pumpen für den Schutz vor der Überflutung landwirtschaftlicher Flächen ab.i

Quelle

(THK)

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