Eine mögliche Reise in die Tiefen des frühen Mars

Ein Bild von hellen Steinen an einem Hang in der Region Lac de Charmes, aufgenommen vom Marsrover Perseverance am 30. August 2026 (Sol 1965). (Credit: NASA / JPL-Caltech / ASU)
Ein Bild von hellen Steinen an einem Hang in der Region Lac de Charmes, aufgenommen vom Marsrover Perseverance am 30. August 2026 (Sol 1965). (Credit: NASA / JPL-Caltech / ASU)

Nachdem er die letzten sechs Monate mit der Erkundung von „Lac de Charmes“ verbracht hat, einer Region mit altem Gestein jenseits des westlichen Randes am Jezero-Krater, hat Perseverance ein ausgedehntes Feld mit hellen Gesteinen erreicht, die die Marsoberfläche sprenkeln.

Helle Gesteine sind ein seltsamer Anblick auf dem Mars – einem Planeten, der von dunklen Basaltgesteinen dominiert wird. Diese zahlreichen hellen Steine an einem einzigen Ort weckten das Interesse des Forschungsteams. Was sind sie? Wie gelangten sie dorthin?

Um die erste Frage zu beantworten, hat Perseverance die Zusammensetzung und Oberflächenbeschaffenheit dieser Gesteine untersucht. Die Daten deuten bislang darauf hin, dass viele von ihnen magmatisch geprägte Gesteine sind, die als Gabbro bezeichnet werden. Sie werden von Mineralen dominiert, die reich an Eisen und Magnesium sind. Solche Gesteine entstehen typischerweise durch langsame Abkühlung und Kristallisation von Magma tief in der Kruste.

Wie fanden diese tiefen Fragmente des Mars ihren Weg an die Oberfläche?

Perseverance hat die letzte Woche damit verbracht, diese Frage zu beantworten. Der Rover untersuchte einen Flecken möglichen Grundgesteins, das zwischen den hellen Felsen und dem lockeren Regolith hervorstach.

Die ersten Bilder lassen vermuten, dass das Gestein aus hellen und dunklen Fragmenten besteht und eine Formation bilden, die von Geologen als Brekzie bezeichnet wird. Eine von dem Team untersuchte Möglichkeit ist, dass die am Hang verstreuten hellen Steine aus diesen Brekzien herauserodiert wurden.

Perseverance benutzt seinen Instrumentenarm, um einen möglichen Brekkzienaufschluss zu untersuchen. Aufnahme vom 27. September 2026 (Sol 1992). (Credits: NASA / JPL-Caltech)
Perseverance benutzt seinen Instrumentenarm, um einen möglichen Brekzienaufschluss zu untersuchen. Aufnahme vom 27. September 2026 (Sol 1992). (Credits: NASA / JPL-Caltech)

Brekzien entstehen oft durch Prozesse mit gewaltigen Kräften, an denen Brüche und der Transport von Gestein beteiligt sind, um derartige Strukturen hervorzubringen. Brekzienschichten außerhalb des Jezero-Kraters wurden bislang Asteroideneinschlägen in der Frühzeit des Mars zugeschrieben. Vielleicht könnten vergleichbare Einschläge (oder der Jezero-Einschlag selbst?) für das Aufbringen dieser hellen Gesteine an die Oberfläche verantwortlich sein.

Nur die Zeit (und natürlich Perseverance) wird es zeigen…

Quelle

(THK)

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