Machbarkeitsstudie zum Future Circular Collider erreicht Meilenstein

Die Grafik zeigt einen möglichen Ort für den Untergrundtunnel des FCC. (Credits: Image: CERN)
Die Grafik zeigt einen möglichen Ort für den Untergrundtunnel des FCC. (Credits: Image: CERN)

Eine Studie, welche die Realisierbarkeit des 91 Kilometer langen Future Circular Collider (FCC) als Nachfolger des Large Hadron Collider am CERN untersucht, macht entscheidende Fortschritte.

Nach drei Jahren Arbeit und der Einbringung des Fachwissens von Wissenschaftlern und Ingenieuren weltweit ist die Machbarkeitsstudie für den Future Circular Collider (FCC) jetzt zur Hälfte abgeschlossen. Der FCC ist ein konzeptioneller Teilchenbeschleuniger mit 91 Kilometern Umfang, der den High-Luminosity LHC Mitte der 2040er Jahre ablösen könnte. Die Machbarkeitsstudie soll voraussichtlich 2025 abgeschlossen werden.

Der CERN Council bewertete die Arbeit im Rahmen eines erfolgreichen Treffens am 2. Februar 2024. Der Council gratulierte und bedankte sich bei allen an der Studie beteiligten Teams für die bislang ausgezeichnete und wichtige Arbeit sowie für den beeindruckenden Fortschritt und freut sich auf den Abschlussbericht im Jahr 2025.

Teilchenbeschleuniger haben eine entscheidende Rolle bei der Erforschung der Grundgesetze der Natur und der Bestandteile von Materie gespielt. Die Machbarkeitsstudie für den FCC wurde als Reaktion auf eine Empfehlung des 2020 Updates der europäischen Strategie für Teilchenphysik begonnen. Darin sollte Europa in Zusammenarbeit mit der weltweiten Gemeinschaft eine technische und finanzielle Machbarkeitsstudie für einen Hadronenbeschleuniger der nächsten Generation mit der höchstmöglichen Energie durchführen. Ein Elektron-Positron-Kollidierer wäre eine mögliche erste Phase.

Wenn sie durch die Mitgliedsstaaten des CERN in den kommenden Jahren genehmigt wird, könnte die Konstruktion der ersten Phase (einem Elektron-Positron-Kollidierer namens FCC-ee) Anfang der 2030er Jahre beginnen, so dass er Mitte der 2040er Jahre in Betrieb gehen könnte. Die Einrichtung wäre etwa 15 Jahre in Betrieb, während die für die zweite Phase benötigte Magnettechnologie entwickelt und konstruiert wird. Die zweite Phase wäre ein Proton-Proton-Kollidierer namens FCC-hh, der mit einer beispiellosen Kollisionsenergie von rund 100 Teraelektronenvolt arbeitet.

Die Untersuchungen hinsichtlich des Beschleunigers, des Detektors und der physikalischen Studien werden innerhalb der globalen FCC Collaboration fortgesetzt, die 150 Institute in 30 Ländern umfasst.

Quelle

(THK)

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