Bildveröffentlichung vom Spitzer-Teleskop: Nordamerika-Nebel (NGC 7000)

Der Nordamerika-Nebel in verschiedenen Wellenlängen. (NASA/JPL-Caltech/L. Rebull (SSC/Caltech))
Der Nordamerika-Nebel in verschiedenen Wellenlängen. (NASA/JPL-Caltech/L. Rebull (SSC/Caltech))

Diese Bildserie zeigt, wie sich das Erscheinungsbild des Nordamerika-Nebels (NGC 7000) verändern kann, indem verschiedene Kombinationen aus sichtbarem und infrarotem Licht für die Beobachtungen benutzt werden. Die Aufnahmen stammen aus dem Digitized Sky Survey und vom Weltraumteleskop Spitzer.

Im sichtbaren Licht (oben links) offenbart sich eine große Ähnlichkeit zur Form des nordamerikanischen Kontinents. Speziell die Regionen um die Ostküste und den Golf von Mexiko sind deutlich zu sehen. Das rötliche Areal rechts im Bild trägt wegen seiner im sichtbaren Licht hervortretenden Ähnlichkeit zu einem Pelikan die Bezeichnung “Pelikan-Nebel”.

Das Bild oben rechts beinhaltet Beobachtungen im sichtbaren und infraroten Bereich. Das heiße Gas, das den nordamerikanischen Kontinent und den Pelikan-Nebel bildet, erscheint jetzt in lebhaften blauen Farben, während das infrarote Licht in rötlichen Farben dargestellt wird. In der infraroten Ansicht fangen dunkle Staubformationen an, zu leuchten.

Die unteren beiden Aufnahmen zeigen nur die Infrarotansicht des Weltraumteleskops Spitzer. Links sind die Daten der Infrared Array Camera angezeigt, rechts ist eine Kombination aus Daten der Infrared Array Camera und dem Multiband Imaging Photometer zu sehen, welches längere Wellenlängen registrieren kann. Die Aufnahmen sehen teilweise unterschiedlich aus, weil infrarotes Licht Staub durchdringen kann, wohingegen sichtbares Licht nicht dazu in der Lage ist. Dunkle Staubwolken werden in der Ansicht von Spitzer durchsichtig. Zusätzlich registrieren die Infrarotdetektoren von Spitzer auch das Leuchten von Staubkokons, in denen sich junge Sterne entwickeln.

Die Bilder sind farbcodiert, um verschiedene Bereiche des Spektrums sichtbar zu machen. Die Aufnahme vom Digitized Sky Survey im sichtbaren Licht (oben links) zeigt die natürlichen bläulichen und rötlichen Farbtöne. Die Kombination aus sichtbarem und infrarotem Licht (oben rechts) codiert sichtbares Licht in blau, und infrarotes Licht in grün und rot. Die Infrared Array Camera (unten links) zeigt Licht mit der Wellenlänge von 3,6 Mikrometern in blau, 4,5 Mikrometer in grün, 5,8 Mikrometer in orange und 8,0 Mikrometer in rot. Im letzten Bild unten rechts wurden zusätzlich die Daten des Multiband Imaging Photometers einbezogen: Licht mit einer Wellenlänge von 3,6 Mikrometern wurde in blau codiert, die Wellenlänge von 4,5 Mikrometern entspricht blaugrünen Farben, die Wellenlängen 5,8 Mikrometer und 8,0 Mikrometer sind grün und die 24-Mikrometer-Wellenlänge ist rot.

Quelle: http://www.spitzer.caltech.edu/images/3508-ssc2011-03a-Changing-Face-of-the-North-American-Nebula

(THK)

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