Kurzmeldung: NASA veröffentlicht Radar-Video des Asteroiden 2012 DA14

Collage der 72 einzelnen Radaraufnahmen des Asteroiden 2012 DA14, basierend auf Daten der Radaranlage in Goldstone. (NASA / JPL-Caltech)
Collage der 72 einzelnen Radaraufnahmen des Asteroiden 2012 DA14, basierend auf Daten der Radaranlage in Goldstone. (NASA / JPL-Caltech)

In der Nacht vom 15.auf den 16.Februar 2013 haben NASA-Wissenschaftler mit der 70-Meter-Antenne des Deep Space Network in Goldstone (Kalifornien) eine erste Serie von Radarbildern des Asteroiden 2012 DA14 aufgenommen. Jedes der 72 Einzelbilder erforderte eine 320 Sekunden lange Datensammlung durch das Radar in Goldstone.

Die Beobachtungen wurden gemacht, als sich der Asteroid von der Erde entfernte. Die Entfernung des Asteroiden von der Radarantenne erhöhte sich von 120.000 Kilometern auf 314.000 Kilometer. Die Auflösung beträgt vier Meter pro Pixel. Die Bilder decken knapp acht Stunden ab und zeigen deutlich ein längliches Objekt, das fast eine komplette Umdrehung vollzieht. Die Aufnahmen deuten darauf hin, dass der Asteroid eine Längsachse von etwa 40 Metern besitzt. Die Radarbeobachtungen wurden von den Wissenschaftlern Lance Benner und Marina Brozovic vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena (Kalifornien) geleitet. Weitere Beobachtungen mit dem Goldstone-Radar waren bzw. sind für den 18., 19., und 20. Februar geplant.

Radar ist eine leistungsstarke Technik, um Größe, Gestalt, Rotationszustand, Oberflächenstrukturen und Oberflächenrauheit eines Asteroiden zu untersuchen, sowie für verbesserte Berechnungen seiner Umlaufbahn. Radarmessungen der Entfernungen und Geschwindigkeiten von Asteroiden erlauben die Berechnung der Umlaufbahnen oft viel weiter in die Zukunft, als es ohne die Verfügbarkeit von Radarbeobachtungen möglich wäre.

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Video-Link: https://youtu.be/KyOSVQ8kmPk

Radar-Video des Asteroiden 2012 DA14. (NASA / JPL-Caltech)

Die NASA registriert, verfolgt und charakterisiert Asteroiden und Kometen, die nahe an der Erde vorbeifliegen, mit boden- und weltraumbasierten Teleskopen. Das Near-Earth Object Observations Program, gemeinhin als “Spaceguard” bezeichnet, entdeckt diese Objekte, charakterisiert einen Teil von ihnen und zeichnet ihre Umlaufbahnen auf, um zu festzustellen, ob sie eine potenzielle Bedrohung für unseren Planeten darstellen.

Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) betreibt das Near-Earth Object Program Office für das Science Mission Directorate in Washington. Das JPL ist eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena.

Quelle: http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?release=2013-063

(THK)

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