SOFIA veröffentlicht neue Beobachtungen des Tarantelnebels

Diese Bilder zeigen die Intensität der Magnetfelder und den Staub in 30 Doradus basierend auf SOFIA-Beobachtungen in verschiedenen Wellenlängen. (Credits: NASA / SOFIA)
Diese Bilder zeigen die Intensität der Magnetfelder und den Staub in 30 Doradus basierend auf SOFIA-Beobachtungen in verschiedenen Wellenlängen. (Credits: NASA / SOFIA)

Das Team des Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy (SOFIA) hat neue Daten seiner kürzlichen Beobachtungen der südlichen Hemisphäre veröffentlicht, die die Struktur der Magnetfelder in der Region namens 30 Doradus in bisher unerreichten Einzelheiten offenbaren. Die Daten sind für die Forschungsgemeinschaft jetzt zugänglich, um Studien darüber anzustellen, wie Magnetfelder die Sternentstehungsprozesse in nahen Galaxien beeinflussen.

Diese Bilder zeigen die Magnetfelder und die von dem Staub emittierte Infrarotstrahlung in 30 Doradus, einer Sternentstehungsregion in der Großen Magellanschen Wolke, die auch als Tarantelnebel bekannt ist. Die Beobachtungen haben ergeben, dass 30 Doradus eines der besten und nächstgelegenen Laboratorien ist, um das Starburst-Phänomen zu untersuchen. Dabei werden in einem kleinen Raumvolumen rasch große Mengen massereicher Sterne und Sternhaufen gebildet. Aber die Auswirkungen von Magnetfeldern auf diese Prozesse sind nicht sehr gut verstanden.

Mit dem neuesten Instrument des Observatoriums, das über ein Polarimeter verfügt, welches die Magnetfelder am Himmel kartiert, beobachtete das SOFIA-Team 30 Doradus in einem Wellenlängenbereich, der für Staubtemperaturen zwischen 10 und 100 Kelvin empfindlich ist. Die Bilder, die in kürzeren Wellenlängen aufgenommen wurden, enthüllen wärmeren Staub, während die Bilder in längeren Wellenlängen auf kühleren Staub hinweisen. Das kann dafür verwendet werden, um potenzielle Störungen der magnetischen Felder in den dichten und kompakten Regionen des Tarantelnebels zu untersuchen, ebenso die großräumigen Magnetfelder, die die gesamte Struktur des Nebels gestalten. Beide könnten die Sternentstehungsprozesse beeinflussen.

“SOFIAs bahnbrechende Beobachtungstechniken lassen uns diese spannenden Daten sammeln”, sagte Kimberly Ennico Smith, Projektwissenschaftlerin der SOFIA-Mission. “Wir sind aufgeregt, sie der Wissenschaftsgemeinschaft so kurz nach Abschluss der Beobachtungen anzubieten. Die Daten sind unter folgender Adresse verfügbar:
https://www.sofia.usra.edu/multimedia/science-results-archive/sofia-reveals-never-seen-magnetic-field-details

SOFIA ist eine modifizierte Boeing 747SP, die ein Teleskop mit 2,7 Metern Durchmesser trägt. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das Ames Research Center der NASA im Silicon Valley (Kalifornien) leitet das SOFIA-Programm, sowie dessen wissenschaftlichen und missionsbetreffenden Operationen in Zusammenarbeit mit der Universities Space Research Association in Columbia (Maryland) und dem Deutschen SOFIA Institute (DSI) an der Universität Stuttgart. Der Heimatstützpunkt des Flugzeugs ist der Hangar 703 des Armstrong Flight Research Center der NASA in Palmdale (Kalifornien).

Quelle

(THK)

Werbung

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*