ASKAP beobachtet die Kleine Magellansche Wolke im Radiobereich

Die Kleine Magellansche Wolke, aufgenommen vom Weltraumteleskop Hubble. (Credits: NASA, ESA, and A. Nota (STScI / ESA))
Die Kleine Magellansche Wolke, aufgenommen vom Weltraumteleskop Hubble. (Credits: NASA, ESA, and A. Nota (STScI / ESA))

Forscher der University of Manchester haben mit internationalen Kollegen eine Studie über eine nahe Galaxie durchgeführt. Dr. Tana Joseph vom Department of Physiscs and Astronomy trug zu einer Studie der nahen Kleinen Magellanschen Wolke bei, einer benachbarten Zwerggalaxie. Dr. Joseph ist die Hauptautorin der resultierenden Abhandlung im Journal Montly Notices of the Royal Astronomical Society.

Die Forscher entdeckten zwei potenzielle neue Supernova-Überreste – die Wolken aus Gas und Staub, die nach der Explosion eines Sterns zurückbleiben. Außerdem registrierten sie Radiosignale von mehr als 20 planetarischen Nebeln, die bereits anhand optischer Beobachtungen bekannt waren.

“Das ist eine spannende Zeit für die Untersuchung naher Galaxien. Diese nahen Galaxien bieten ein ideales Labor, weil sie nahe genug liegen, um aufgelöst werden zu können, und sich trotzdem in relativ gut bekannten Entfernungen befinden”, schreiben die Autoren der Studie.

Diese Beobachtungen wurden als Teil des Evolutionary Map of the Universe (EMU) Pilotprojekts durchgeführt, bei dem das neue Astralian Square Kilometre Array Pathfinder (ASKAP) Radioteleskop eingesetzt wird.

“Wir können diese Radiodaten jetzt mit Beobachtungen von optischen Teleskopen sowie Röntgen-, Gamma- und Infrarotteleskopen kombinieren, was uns erlaubt, die Kleine Magellansche Wolke und andere Galaxien in unerreichten Details zu untersuchen”, sagte Dr. Joseph über die Studie.

Die Beobachtungen der Kleinen Magellanschen Wolke wurden in zwei verschiedenen Radiofrequenzen bei 960 MHz und 1.320 Mhz durchgeführt – mit einer Empfindlichkeit, die mehr als dem Vierfachen von früheren Durchmusterungsprojekten entspricht. ASKAP hat über 7.000 unterschiedliche Radioquellen in Richtung der Kleinen Magellanschen Wolke offenbart – viele davon sind Hintergrundgalaxien, die durch die Kleine Magellansche Wolke hindurch leuchten. Das ist mehr als bei allen vorherigen Surveys zusammen.

Das ASKAP-EMU-Projekt soll binnen fünf Jahren 70 Millionen Galaxien registrieren. Davor haben Wissenschaftler etwa 2,5 Millionen Galaxien in 40 Jahren identifiziert. Australiens nationale Wissenschaftsagentur CSIRO konstruierte und betreibt ASKAP, einen Vorläufer des weltgrößten Radioteleskops SKA.

Quelle

(THK)

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