Astronomen erstellen neues detailliertes Bild des Krebsnebels

Kompositbild des Krebsnebels, basierend auf Daten der Weltraumteleskope Spitzer, Hubble, XMM-Newton und Chandra, sowie des Very Large Array. (Credits: NASA, ESA, G. Dubner (IAFE, CONICET-University of Buenos Aires) et al.; A. Loll et al.; T. Temim et al.; F. Seward et al.; VLA / NRAO / AUI / NSF; Chandra / CXC; Spitzer / JPL-Caltech; XMM-Newton / ESA; and Hubble / STScI)
Kompositbild des Krebsnebels, basierend auf Daten der Weltraumteleskope Spitzer, Hubble, XMM-Newton und Chandra, sowie des Very Large Array. (Credits: NASA, ESA, G. Dubner (IAFE, CONICET-University of Buenos Aires) et al.; A. Loll et al.; T. Temim et al.; F. Seward et al.; VLA / NRAO / AUI / NSF; Chandra / CXC; Spitzer / JPL-Caltech; XMM-Newton / ESA; and Hubble / STScI)

Astronomen haben ein hochdetailliertes Bild des Krebsnebels erstellt, indem sie Daten von Teleskopen kombinierten, die nahezu die gesamte Breite des elektromagnetischen Spektrums abdecken. Die Daten reichen von Radiowellen, wie sie vom Karl G. Jansky Very Large Array (VLA) beobachtet wurden, bis hin zu dem energiereichen Röntgenleuchten, wie es vom Weltraumteleskop Chandra registriert wurde. Zwischen diesen Wellenlängenbereichen lagen die scharfen optischen Beobachtungen des Weltraumteleskops Hubble und die Infrarotsicht des Weltraumteleskops Spitzer.

Der Krebsnebel ist das Resultat einer hellen Supernova-Explosion, die im Jahr 1054 von chinesischen und anderen Astronomen beobachtet wurde. Seine Entfernung zur Erde beträgt etwa 6.500 Lichtjahre. In seinem Zentrum befindet sich ein superdichter Neutronenstern, der alle 33 Millisekunden rotiert und dabei leuchtturmähnliche Strahlen aus Radiowellen und Licht emittiert – ein sogenannter Pulsar (der helle Punkt in der Bildmitte). Die komplexe Gestalt des Nebels wird durch ein kompliziertes Wechselspiel verursacht: Daran beteiligt sind der Pulsar selbst, ein schneller Teilchenwind des Pulsars und Materie, die von dem Stern vor und bei der Supernova-Explosion ausgestoßen wurde.

Dieses Bild kombiniert Daten von fünf verschiedenen Teleskopen: dem VLA (Radiowellen, rot), dem Weltraumteleskop Spitzer (Infrarot, gelb), dem Weltraumteleskop Hubble (optisch, grün), dem Weltraumteleskop XMM-Newton (Ultraviolett, blau) und dem Weltraumteleskop Chandra (Röntgenstrahlung, violett).

Die neuen Beobachtungen von Hubble, Chandra und dem VLA wurden alle fast gleichzeitig im November 2012 gemacht. Ein Forschungsteam unter Leitung von Gloria Dubner vom Institute of Astronomy and Physics (IAFE), dem National Council of Scientific Research (CONICET) und der University of Buenos Aires in Argentinien führte dann eine umfassende Analyse der neu gewonnenen Details aus, um neue Einblicke in die komplexe Physik des Objekts zu bekommen. Die Wissenschaftler berichten im Astrophysical Journal über ihre Ergebnisse.

"Das Vergleichen dieser neuen Bilder, die in unterschiedlichen Wellenlängen aufgenommen wurden, liefert uns eine Fülle an neuen Details über den Krebsnebel. Obwohl der Krebsnebel seit Jahren intensiv untersucht wird, haben wir noch viel über ihn zu lernen", sagte Dubner.

Eine größere Version der Aufnahme gibt es unter:
http://imgsrc.hubblesite.org/hvi/uploads/image_file/image_attachment/30065/STSCI-H-p1721a-f-5290×5290.png

Quelle

(THK)

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